Archiv für August 2009

Jetzt aber mal Klartext

Freitag, 28. August 2009

Ich habe das Gefühl, dass ich in den letzten Blog-Artikeln nicht deutlich genug geworden bin. Das hole ich dann hiermit an dieser Stelle nach. Danach sollte wirklich jeder verstehen, worum es mir hier eigentlich geht.

Der Einfachheit halber stellt euch bitte vor, dass bei einer beliebten Webseite jede Menge Besucher auftauchen. Diese Besucher bringen natürlich jede Menge unterschiedliche Vorstellungen mit sich. Es ist schier unmöglich, alle dieser Vorstellungen zu erfassen, geschweige denn sie alle zu verstehen.

Wenn man sich jetzt eine beliebige Vorstellung herausgreift, hat man die Möglichkeit, sich intensiv mit ihr zu befassen. Man betrachtet alle Seiten, berücksichtigt Vor- und Nachteile, und diskutiert vielleicht mit anderen darüber. Im Laufe einer solchen Diskussion ergeben sich weitere Vorstellungen; wahrscheinlich sogar Vorstellungen, die unter den ursprünglichen gar nicht auftauchen. Es entsteht also eine immer größere Zahl von verschiedenen Ideen und Erwartungen.

Welche Folgen hat das? Naja… es lässt sich wohl nicht bestreiten, dass wir in einer Zeit der Informationsexplosion leben: die Gesamtheit des menschlichen Wissens nimmt ständig zu. Selbst um Experte auf einem einzigen Gebiet zu werden, wird zu einer immer größeren Herausforderung. Die einzige Lösung ist immer stärkere Spezialisierung mit der Hoffnung, dass andere Leute sich auf irgendwas anderes spezialisieren. Die Gesellschaft macht sich selbst unersetzbar: wer mithalten will, muss sich auf andere verlassen, und je mehr man sich auf andere verlässt, umso mehr muss man sich auf andere verlassen.

Ein Teufelskreis. Und genau darum geht es letztendlich, denn solche Todesspiralen gibt es auch auf ganz anderen Gebieten, zum Beispiel hier. Die Frage ist doch: wie kommt man da wieder raus? Wer macht den Anfang und wie wird ein Schuh draus? Niemand weiß eine Antwort darauf… was wirklich zu einem Problem für uns werden kann. Es geht hier ja schließlich nicht nur um Zitate oder von mir aus auch Kommentare hier im Blog. Was wird aus dem restlichen Web? Wie kann man den Trend umkehren? Worum geht es uns eigentlich, oder besser: worum sollte es uns gehen? Es ist vielleicht an der Zeit, dass jeder Einzelne anfängt, sich darüber Gedanken zu machen.

Jetzt, da ich das endlich mal klar geschildert habe, seid ihr dran: was denkt ihr?

Der “kleine Unterschied”

Donnerstag, 27. August 2009

Gerade unter den Einsendungen gefunden:

<SOulish> ich mach mir sorgen….. ich drücke meiner neuen freudnin meine kondome in die hand und sie nur: was soll ich damit?

Auweia, wie erkläre ich das jetzt…

Lieber (das Genus habe ich jetzt einfach mal geraten) SOulish: wenn man mal davon ausgeht, dass die Kondome bestimmungsgemäß verwendet werden sollten, dann beschränkt sich die Anwendung auf den Einsatz in Verbindung mit ganz bestimmten Körperteilen, wenn du verstehst, was ich meine. Wenn nun deine Freundin nicht gerade über ein eigenes solches Körperteil verfügt (und darüber weißt du höchstwahrscheinlich besser Bescheid als ich), dann finde ich die Frage durchaus berechtigt. Aber vielleicht wolltest du ihr ja nur anbieten, aus den Kondomen lustige Luftballons zu machen. Falls dem so war, finde ich das Zitat eigentlich gar nicht lustig.