Archiv für die Kategorie „Frei interpretiert“

Alternativer Humor

Montag, 24. Oktober 2011

Frohe Ostern! Heute möchte ich euch den sogennanten alternativen Humor vorstellen. Das bedeutet, dass es grundsätzlich lustig ist, wenn sich jemand von der Masse abhebt… etwa wie in dieser (übrigens falsch formatierten) Einsendung:

ich so: ja hallo
er so: ja hallo
sie so: ja hi

sau witzig alle sagen hallo nur sie sagt hi

Aus diesem scheinbar trivialen Beispiel (was es natürlich noch “sau witzig”er macht) lassen sich wichtige gesellschaftliche Erkenntnisse ziehen: um etwas zu verändern, darf man auf keinen Fall irgendwas anders machen als die breite Masse. Dann ist man nämlich automatisch lustig und wird nicht ernstgenommen. Ob man jetzt alternativ ist, indem man andere Wörter benutzt, andere Klamotten trägt, andere Ideen hat, vernunftbegabt ist oder was auch immer… weg damit! Zumindest, wenn ihr euch nicht die Unterhaltung der Masse zum Ziel gesetzt habt.

Überraschenderweise bedeutet das auch, dass vernünftige Leute viel lustiger sind als unvernünftige. Das ist jetzt aber doch irgendwie nicht sehr einleuchtend. Hmm, vielleicht sollten wir die Theorie nochmal überarbeiten. Solange wird die Einsendung dann erstmal nicht veröffentlicht.

Nachtrag: ha, ich habe ein Gegenmittel gefunden! Man muss einfach nur das Wort “Oida” benutzen und schon ist der Effekt des alternativen Humors neutralisiert.

Von den Moderatoren, die Übersetzer wurden

Dienstag, 24. November 2009

Mehrfach schon erreichten uns Zitate wie dieses hier:

langweilig. bringt doch ma coole quotes und übersetzt nicht nur 1 quote pro woche von bash.org

Nunja, lieber Einsender, das stimmt so leider nicht ganz… aber da du dir ja offensichtlich noch nicht die Mühe gemacht hast, darüber nachzudenken (geschweige denn hier nachzulesen), wie GBO eigentlich funktioniert, erkläre ich es dir gerne: wir übersetzen keine bash-Zitate. Das wäre ja wohl Zeitverschwendung… wenn ich bash.org-Zitate übersetzen würde, könnte das vielleicht so aussehen:

<Donut[AFK]> HEY EURAKARTE
<Donut[AFK]> INSULT
<Eurakarte> ERWIDERUNG
<Donut[AFK]> COUNTER-ERWIDERUNG
<Eurakarte> Befragung von Sexuelle Vorlieben
<Donut[AFK]> Vorschlag, SHUT THE FUCK UP
<Eurakarte> NOTATION, wenn Sie ein VACUUM
<Donut[AFK]> Riposte
<Donut[AFK]> ADDON Riposte
<Eurakarte> COUNTER-Riposte
<Donut[AFK]> COUNTER-COUNTER Riposte
<Eurakarte> Unsinnig ERKLÄRUNG MIT PLANKTON
<Miles_Prower> REAKTION AUF RANDOM STATEMENT und Bedrohung der BAN gegenüberliegenden Seiten
<Eurakarte> Worte des Lobes für fishfood
<Miles_Prower> Anerkennung und ZUSTIMMUNG VON BEDINGUNGEN

Google Translate ist schon ein unglaublicher Zeitersparnisfaktor. In der Zeit, die ich da gespart habe, kann ich gleich noch ein paar Einsendungen anderer Leute löschen. So gewinnen doch alle.

Oder ich könnte im Blog einen Artikel über blau angemalte Krokodile veröffentlichen. Das würde auch noch einen gewaltigen Bildungsvorteil mit sich bringen, denn die wenigsten wissen über blau angemalte Krokodile wirklich Bescheid. Hätte doch auch mal was, wenn ich mich hier für Themen einsetzen würde, die sonst überall bei Weitem nicht genug Beachtung finden, oder?

… Ich glaube, ich geh noch ein paar Einsendungen löschen. Sonst schalte ich am Ende noch aus Versehen die unglaublich “coolen Quotes”, wie z.B. das oben zitierte, frei, von denen wir tagtäglich so viele kriegen. Aber wir wollen natürlich nicht, dass die außer uns irgendwer zu sehen kriegt… sonst würden am Ende auch noch andere Leute damit anfangen, Krokodile blau anzumalen.

Das Lesen der Einsendungen macht übrigens nicht wahnsinnig.

GBO erklärt die Welt: Beschwerdebriefe

Mittwoch, 15. April 2009

In dieser experimentellen Beitragsserie erklären wir von GBO Begriffe aus dem Alltag. Zur Erinnerung sowohl an uns als auch an euch (schließlich sind wir alle typische Nerds ohne echtes Leben und Einblick in die Welt der normalen Menschen): Alltag ist da, wo das WLAN-Kabel liegt, und jenseits der Jalousien… also da, wo wir alle niemals hingehen können.

Heute geht es um den Beschwerdebrief. Ein Beschwerdebrief dient dazu, einer Organisation oder einem Unternehmen irgendeiner Art Rückmeldung über ihre Angebote oder Tätigkeiten zu geben. Statistisch gesehen wird ein Beschwerdebrief häufiger von unzufriedenen Leuten verschickt als von zufriedenen (Quelle: GBO-Geheimakte 38849/IIc).

An dieser Stelle setzen wir mit Logik an, um uns herzuleiten, wie ein solcher Beschwerdebrief inhaltlich aussehen mag. Es ist davon auszugehen, dass ein Beschwerer (allerdings kein Briefbeschwerer) mit dem Einsenden seiner Beschwerde irgendein Ziel erreichen möchte, beispielsweise eine Änderung der Angebote oder Tätigkeiten des Empfängers, oder eine Entschädigung. Zum Erreichen von Zielen im Umgang mit anderen Menschen haben sich zwei Taktiken besonders bewährt, häufig umschrieben als Zuckerbrot und Peitsche.

Die erste Variante  bedeutet, dass man einen freundlichen, verständnisvollen Tonfall anschlägt und eine positive Konsequenz in Aussicht stellt, wenn das Ziel erfüllt wird. Gerüchten zu Folge führt das konsequente Anwenden dieser Methode tendenziell dazu, dass der Disputpartner gerne weitere Geschäfte mit einem macht. Wollte sich jemand bei GBO beschweren, könnte er diese Taktik z.B. anwenden unter Angabe der positiven Konsequenz, GBO in seinem kleinen und völlig irrelevanten Blog zu verlinken, um die Bekanntheit von GBO enorm zu erhöhen.

Bei der zweiten Variante fährt man härtere Geschütze auf. Man beschreibt präzise den Missstand und fordert mit Nachdruck das Anstreben des gewünschten Ziels. Zur Verbesserung der Erfolgschancen droht man negative Konsequenzen an, falls das Ziel nicht erreicht wird. Auch hier wieder ein Beispiel bei GBO: ein Beschwerer könnte damit drohen, GBO nicht mehr zu besuchen und damit unsere monatlichen “Einnahmen” um weniger als mehrere Milliarden Euro zu kürzen. Genau gesagt: um schätzungsweise ein paar Bruchteile eines Cents.

Wichtig bei beiden Verfahren ist, dass man eine entsprechende Konsequenz liefern kann, die für den Adressaten eine Bedeutung hat. Im Falle von GBO ist das natürlich leicht, wie oben schon beschrieben, aber es kann oft schwierig werden, ein riesiges Unternehmen (wie z.B. einen Hersteller eines verbreiteten Betriebssystems) überzeugen zu können. Man würde beispielsweise sicher nicht weit damit kommen, dem Unternehmen anzubieten, sein Produkt in seinem kleinen und völlig irrelevanten Blog zu verlinken, oder dem Unternehmen anzudrohen, das Produkt nie wieder zu kaufen.

Nun, da ihr wisst, wie eine effektive Beschwerde an GBO aufgebaut sein könnte, ist es an der Zeit, ein Beispiel aus der Praxis anzubringen. Eine vorbildliche Beschwerde erhielten wir kürzlich von einer Person, die sich als “Du drecksack!” bezeichnete. Lest sie euch aufmerksam durch, ihr könnt daraus sicher einiges über erfolgreiches Beschweren lernen!

sag mal seid ihr bescheuert? nehmt den scheiss quote mit dem tot und dem koma des vaters und der mutter des einen jungen raus
wie hirnrissig seid ihr penner eigentlich? habt ihrn arsch offen? wo liegt denn da noch die würde wenn soetwas derartig auf einer vermeidlich ”lustigen” seite ausgestellt wird?! DAS IST UNTER ALLER SAU!

Kurze Zeit später erreichte uns folgende Ergänzung:

sachma ihr dreckigen penner habt ihr das nich gepeilt? nehmt den quote raus!

Übrigens hat es zu diesem Thema auch schon eine Minidiskussion hier im Blog gegeben, und das erwähnte Zitat wurde inzwischen gelöscht.

Wir hoffen, euch mit diesem Artikel die Welt ein Stückchen klarer gemacht zu haben. Unsere Köpfe sind leider gar nicht klarer geworden, aber das ist wohl jobbedingt. Wir haben jedenfalls vage Pläne, die Artikelserie mit einem Beitrag über politische Demonstrationen fortzusetzen, aber wenn ihr andere Vorschläge habt, immer her damit!

Puh, Glück gehabt!

Dienstag, 20. Januar 2009

Das hier kam gerade rein:

<reude1> Du weißt, dass du zu oft im IRC bist, wenn du vor dir ein Auto mit nem Kennzeichen aus Aschersleben (ASL) siehst und als erstes denkst: 19/M/Giessen

Keine Sorge, reude1, wir vermitteln dir gerne einen Termin bei der vor sehr kurzer Zeit eingerichteten offiziellen GBO-IRC-Suchtberatung für 19-jährige Gießener… wir garantieren Genesung in spätestens einem Jahr! In der Zwischenzeit werde ich weiterhin vollkommen unbekümmert etwas ganz anderes denken: 25/m/Aachen.