Archiv für die Kategorie „Horizonterweiterung“

Hacken für Anfänger

Freitag, 17. September 2010

Es wird mal wieder Zeit, euch ein bisschen was beizubringen. Heute lernt ihr exklusiv bei uns, wie man hackt (sogar ohne Axt). Dazu bieten wir euch hier eine Einsendung, die das wunderbar kompakt erklärt:

Lukas: richtiges hacken tut man
Lukas: so..
Lukas: durch icq / skype wird ein port geöffnet
Lukas: (den man auch scannen kann)
Lukas: dann connecten man sich via client
Lukas: bruteforced dein benutzer-pw
Lukas: injected einen sysfucker
Lukas: und executed ihn
Lukas: oder eben einen rat-trojaner
Lukas: fertig :)
Lukas: sysfucker macht pc kaputt
Lukas: nur zur info xD
Lukas: wie der name schon sagt
Lukas: sys = system
Lukas: fucker = zerstörer

Und wer jetzt immer noch kein Profihacker ist, dem können wir auch nicht mehr weiterhelfen.

Viel Erfolg!

Jetzt aber mal Klartext

Freitag, 28. August 2009

Ich habe das Gefühl, dass ich in den letzten Blog-Artikeln nicht deutlich genug geworden bin. Das hole ich dann hiermit an dieser Stelle nach. Danach sollte wirklich jeder verstehen, worum es mir hier eigentlich geht.

Der Einfachheit halber stellt euch bitte vor, dass bei einer beliebten Webseite jede Menge Besucher auftauchen. Diese Besucher bringen natürlich jede Menge unterschiedliche Vorstellungen mit sich. Es ist schier unmöglich, alle dieser Vorstellungen zu erfassen, geschweige denn sie alle zu verstehen.

Wenn man sich jetzt eine beliebige Vorstellung herausgreift, hat man die Möglichkeit, sich intensiv mit ihr zu befassen. Man betrachtet alle Seiten, berücksichtigt Vor- und Nachteile, und diskutiert vielleicht mit anderen darüber. Im Laufe einer solchen Diskussion ergeben sich weitere Vorstellungen; wahrscheinlich sogar Vorstellungen, die unter den ursprünglichen gar nicht auftauchen. Es entsteht also eine immer größere Zahl von verschiedenen Ideen und Erwartungen.

Welche Folgen hat das? Naja… es lässt sich wohl nicht bestreiten, dass wir in einer Zeit der Informationsexplosion leben: die Gesamtheit des menschlichen Wissens nimmt ständig zu. Selbst um Experte auf einem einzigen Gebiet zu werden, wird zu einer immer größeren Herausforderung. Die einzige Lösung ist immer stärkere Spezialisierung mit der Hoffnung, dass andere Leute sich auf irgendwas anderes spezialisieren. Die Gesellschaft macht sich selbst unersetzbar: wer mithalten will, muss sich auf andere verlassen, und je mehr man sich auf andere verlässt, umso mehr muss man sich auf andere verlassen.

Ein Teufelskreis. Und genau darum geht es letztendlich, denn solche Todesspiralen gibt es auch auf ganz anderen Gebieten, zum Beispiel hier. Die Frage ist doch: wie kommt man da wieder raus? Wer macht den Anfang und wie wird ein Schuh draus? Niemand weiß eine Antwort darauf… was wirklich zu einem Problem für uns werden kann. Es geht hier ja schließlich nicht nur um Zitate oder von mir aus auch Kommentare hier im Blog. Was wird aus dem restlichen Web? Wie kann man den Trend umkehren? Worum geht es uns eigentlich, oder besser: worum sollte es uns gehen? Es ist vielleicht an der Zeit, dass jeder Einzelne anfängt, sich darüber Gedanken zu machen.

Jetzt, da ich das endlich mal klar geschildert habe, seid ihr dran: was denkt ihr?

Der “kleine Unterschied”

Donnerstag, 27. August 2009

Gerade unter den Einsendungen gefunden:

<SOulish> ich mach mir sorgen….. ich drücke meiner neuen freudnin meine kondome in die hand und sie nur: was soll ich damit?

Auweia, wie erkläre ich das jetzt…

Lieber (das Genus habe ich jetzt einfach mal geraten) SOulish: wenn man mal davon ausgeht, dass die Kondome bestimmungsgemäß verwendet werden sollten, dann beschränkt sich die Anwendung auf den Einsatz in Verbindung mit ganz bestimmten Körperteilen, wenn du verstehst, was ich meine. Wenn nun deine Freundin nicht gerade über ein eigenes solches Körperteil verfügt (und darüber weißt du höchstwahrscheinlich besser Bescheid als ich), dann finde ich die Frage durchaus berechtigt. Aber vielleicht wolltest du ihr ja nur anbieten, aus den Kondomen lustige Luftballons zu machen. Falls dem so war, finde ich das Zitat eigentlich gar nicht lustig.

Premiere: der GBO-Tagesrückblick für den 11. März 2009 #winnenden #amoklauf #medienchaos #illuminati

Donnerstag, 12. März 2009

Als Erstes kläre ich vielleicht am Besten den Titel. Von einer Premiere zu sprechen, ist faktisch gesehen richtig, auch wenn es wahrscheinlich keinen weiteren Tagesrückblick dieser Art geben wird. Es liest sich aber so schön, dass ich den falschen Eindruck gerne in Kauf nehme. Immerhin verdreifacht sich so mein Monatseinkommen. Oder so. Was die komischen Wörter mit dem # davor sollen, hätte ich vor dem 11. März auch nicht gewusst, aber wer an diesem Tag auf Twitter vorbeigeschaut hat, weiß jetzt Bescheid: das ist sinnloser Quatsch. Wieder was gelernt.

Thema dieses Tagesrückblicks ist, im weiteren Sinne, der Amoklauf in Winnenden, Nähe Stuttgart. Die ganzen Details überspringe ich an dieser Stelle, aus mehreren Gründen. Zum einen bin ich keine Nachrichtentante, zum anderen gibt es zum Thema so unglaublich viele interessante Details, dass sich manche davon gar widersprechen. So macht Berichterstattung doch Spaß, oder?

Die Suche nach dem Übeltäter, oder so

Wer hat daran Schuld, dass die Berichte (“mal wieder”, denkt sich der N24-Zuschauer) so durcheinander waren? stern.de gibt dem Internet die Schuld. Besonders prägnant:

Während ausgebildete Journalisten eigentlich wissen, wie mit Namen, Adressen und Bildern umgegangen werden darf, erfährt man bei Twitter schnell, wie der mutmaßliche Täter heißt. Das Elternhaus wird in aller Pracht gezeigt, und damit man es auch findet, gibt es den Link zur Adresse dazu. Der Pressekodex gilt halt für die Presse, und nicht für ein Medium, welches von vielen fälschlicherweise als die Zukunft des Journalismus betrachtet wird.

Mit anderen Worten: die ausgebildeten Journalisten haben alles richtig gemacht. Ich bin nicht ganz sicher, ob stern.de uns damit sagen möchte, dass Bild keine ausgebildeten Journalisten beschäftigt, oder ob sie Angst vor der bösen Konkurrenz-Fertigmachabteilung (oder was auch immer sie sich da genau vorstellen) von Bild haben… jedenfalls hat Bild vorbildlicherweise den vollen Namen, unzensierte Bilder vom Täter und unbeteiligten Schülern aus der näheren Umgebung und Bilder vom Elternhaus (mit Ortsangabe für Fans von Google Maps und so) veröffentlicht. Einen Link möchte ich an dieser Stelle nicht setzen, weil ich diese Informationen weder verbreiten noch den Marktanteil von bild.de vergrößern möchte, aber der Artikel wird sicher nicht so schnell verschwinden, falls ihr das unbedingt nachprüfen wollt.

Gerüchte müssen nicht durch Tratsch entstehen

Wie üblich ergeht man sich bei Bild, und wahrscheinlich auch bei anderen Zeitungen und Onlinemagazinen, in wildesten Spekulationen. Der Täter hatte es vielleicht nur auf Frauen abgesehen, meint Bild, denn 11 von mindestens 16 16 17 15 Opfern waren Frauen! Wow, das ist feinste statistische Analysekunst! Ich glaube, ich schmeiß mein Studium doch besser weg… solche wissenschaftlichen Höheflüge werden mir wohl niemals gelingen. Vermutlich kommen demnächst noch Spekulationen, dass er nachts satanische Messen auf Friedhöfen abgehalten und dabei Hunde geopfert hat (oder es zumindest versucht hat, bis plötzlich sein verstorben geglaubter Großvater… und so weiter).

Äußerst fundierte Ursachenforschung

Und natürlich gehen auch wieder die großen Diskussionen über die Ursachen von Amokläufen los. Es ist ja völlig logisch, dass jeder Amoklauf die gleiche Ursache hat. Und dass die Gründe eines Amokläufers immer ganz unkompliziert und ganz leicht erkenn- und erklärbar sind. Das macht schließlich die Berichterstattung und den politischen Aktivismus viel einfacher. Man gebe einfach so genannten Killerspielen, Horrorvideos, “harter Musik” (okay, leider hat der Täter diesmal laut $beliebige_quelle klassische Musik und Opern gehört), schwarzer Kleidung (fast alle Berichte sprechen vom “schwarzen Kampfanzug”, den der Täter trug) oder der Verfügbarkeit von Waffen in der Umgebung die Komplettschuld – fertig! Reißerischer Bericht geschrieben, hirnrissiges Gesetz (z.B. Verbot von schwarzer Farbe) verabschiedet, Thema durch. Nie wieder Amokläufer, juhu! Außerdem mehr Wähler im nächsten Wahlkampf, weil man sich ja schnell und konsequent drum gekümmert hat. Was will man mehr? Dass den Hinterbliebenen und den nächsten Opfern damit nicht geholfen ist, ist ja eigentlich nicht so wichtig. Ein bisschen (immerhin durchaus auch echte) tiefe Betroffenheit reicht sicher aus.

Quellenauswahl für Anfänger

Die Berichterstatter (außer stern.de, versteht sich) haben sich übrigens sehr über das Internet gefreut. Vor allem über Twitter, den Microblogging-Dienst. Da haben irgendwelche Leute, die gerade in der Gegend waren, über Twitter Bekannte vor dem Geschehen im Ort gewarnt, und prompt wurden sie von Interviewanfragen der internationalen Presse überschwemmt. Weil sie natürlich alle so sehr vor Ort waren, dass sie wahrscheinlich sogar die Schüsse sehen konnten.

Kurz gesagt: bei aller Fehl- und Überinformation, die im Internet umhergekreist ist, waren auf jeden Fall gewisse Vertreter der “klassischen” Medien nicht weit hinterher. Aktuelle Meldungen sind schließlich viel wert… ob sie auch korrekt sind, ist manchem dabei vielleicht weniger wichtig.

Danke für die respektvolle und gesicherte Berichterstattung, liebe Medien! Wenn ich ein paar Jahre an mir arbeite, werde ich vielleicht auch irgendwann so toll. Ich möchte auch mal soviel Gutes tun können.

Kristallkugeln wieder im Einsatz!

Mittwoch, 25. Februar 2009

Das Zitat mit den Nacktfotos ist offenbar ziemlich kontrovers. Mal ganz davon abgesehen, dass wir sowieso regelmäßig große Anzahlen von Beschwerden zu unseren Top-50-Zitaten erhalten, lagen den beiden versehentlichen Löschungen jeweils ca. 80 Beschwerden zu Grunde. Auch seitdem erhalten wir munter weitere Beschwerden, zum Beispiel diese:

Ich versteh das nicht, einmal ist das Zitat weg ( ZURECHT!!! ) dann ist es wieder da…. Bitte weg!!

Lieber Beschwerdeführer, vielen Dank für diese äußerst ausführliche und informative Beschwerde. Unter Zuhilfenahme von nur 23 Kristallkugeln (frisch aus der Reparatur) konnten wir bis ins letzte Detail feststellen, was denn das Problem mit dem Zitat sein soll. Und noch viele weitere Dinge. Wir sagen dazu nur: nein, sowas können wir nicht gutheißen. Frischkäse sollte nun wirklich nicht für… sowas benutzt werden.

Auf Basis dieser grundlegenden Unvereinbarkeit unserer Sichtweisen können wir deiner Beschwerde leider nicht Folge leisten. Achja, und deine Geschichte mit der Banane wollten wir übrigens definitiv nicht hören! Das ist alles deine Schuld, weil wir die Kristallkugeln einsetzen mussten. Wir schicken dir die Tage eine Rechnung über die Unmengen Alkohol, die wir gebraucht haben, um diese Bilder wieder aus dem Kopf zu kriegen.

Übrigens: die Empathie hast du im Schrank links neben der Tür verlegt, zweite Schublade von unten. Gern geschehen.

Der rätselhafte Fall des verschwundenen Zitats

Mittwoch, 11. Februar 2009

In letzter Zeit kriegen wir auf allen möglichen Kanälen, einschließlich der Zitat-Einsendungsseite, Beschwerden wie diese:

GBO macht sich bei mir nicht gerade beliebt dadurch, dass öfter mal Quotes ein paar Tage online sind und dann wieder gelöscht werden.

Mysteriös! Wo ist das Zitat hin? Ist ein globaler Zitatverschwindeeffekt zu beobachten? Was sagt die Wissenschaft dazu, und was haben die Illuminaten damit zu tun? Unser “GBO Mystery”-Team ermittelte…

A-ha! Ich glaube, wir sind auf eine Spur gestoßen. Interne geheime Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass GBO regelmäßig so genannte “Review”-Einsendungen erhält. Die beziehen sich konkret auf irgendwelche Zitate, die bei GBO veröffentlicht wurden. Was ist nun der Sinn von diesen “Reviews”? Wir befragten Prof. Dr. Felix Ake von der Rautavistischen Universität Eschweilerhof:

Im Pressewessen bezeichnet man damit — besonders im englischsprachigen Raum — eine Rückmeldung zu einer Veröffentlichung, in der gezielt alle negativen Merkmale hervorgehoben werden. Der genaue Sinn eines solchen Reviews ist unter Linguisten noch umstritten; unsere Projektgruppe macht allerdings gute Fortschritte bei dem Versuch, nachzuweisen, dass es sich hierbei um ein reines Ventil für Unzufriedenheit seitens der Leser handelt.

Leider können wir nicht genauer feststellen, was denn nun in diesen “Reviews” eigentlich genau zu lesen ist oder war. Auf Grund von Prof. Akes Ausführungen tendieren wir aber stark dazu, von unserer anfänglichen und vielleicht etwas naiven Vermutung, es ginge darum, alte oder übersetzte Zitate zu melden, Abstand zu nehmen und eher davon auszugehen, dass diese “Reviews” von schlecht gelaunten und/oder unzufriedenen Lesern eingeschickt werden und von Moderatoren berücksichtigt werden, die sowieso nichts Besseres zu tun haben und es lustig finden, alle Leute zu ärgern, die das Zitat nett fanden, aber die ursprüngliche Quelle nicht kennen.

Wir kommen zu dem Schluss, dass das Löschen von Zitaten grundsätzlich willkürlich oder mit böser Absicht passiert. Schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein, wenn wir die Frage klären, ob GBO-Moderatoren überhaupt jemals irgendwas Sinnvolles machen.

Es müssen nicht immer nur wir “klauen”…

Mittwoch, 21. Januar 2009

Soeben habe ich eine Zitatbeschwerde zu #46262 abgeschmettert. Da hatte jemand herausgefunden, dass das von bash.org kopiert ist. Oder vielleicht doch nicht? Wir ermittelten…

Unser Zitat ist von Juli 2006. Bash.org hat leider keine Datumsangaben bei den Zitaten, aber wer die Zitatsammlung von bash.org ein bisschen mitverfolgt hat, weiß, dass bash.org im Jahr 2006 noch keine Zitat-IDs im 800000er-Bereich hatte.

Unsere wagemutige Folgerung: jemand hat unser Zitat auf Englisch übersetzt und bei bash.org eingesendet. Oder es ist über Umwege dort gelandet. Jedenfalls ist unsere Version nicht von da “geklaut”.

Und da der Begriff “klauen” häufiger mal auftaucht, gerne auch als Vorwurf gegen die Betreiber irgendeiner Zitateseite, möchte ich noch ganz kurz ganz dezent darauf hinweisen, dass wir die Zitate nicht selbst schreiben und auch nicht den ganzen Tag damit verbringen, uns selbst Kopien anderer Seiten einzuschicken. Die Wahrheit ist viel finsterer, und weil sie dieses Blog hier nicht überwachen, kann ich es euch verraten: alle Zitatseiten im Internet sind in Wirklichkeit Außenposten von ihnen. Seelenlose Kultanhänger verbringen den ganzen Tag damit, alle lustigen Zitateinsendungen wegzuwerfen und alle bereits hinreichend bekannten Zitate in alle Sprachen der Welt zu übersetzen und auf den entsprechenden Seiten zu veröffentlichen, um die sublimen Botschaften zur Massengehirnwäsche möglichst effektiv verbreiten zu können. Deshalb gibt es auch nie neue Zitate.

Fragt mich nicht nach Details, ich werde alles abstreiten.

Flamewar-Fernkurs, Lektion 1

Sonntag, 11. Januar 2009

Ich habe hier schon mehrfach angedeutet, dass ein guter Teil der Einsendungen offenbar nicht einmal mit der Absicht, lustig zu sein, eingeschickt werden. Hier ein Beispiel (Namen geändert, weil mir gerade danach war):

<Hans> Wetten alle GBO Admins sind voll die Mongos weil die meine Zitate nicht lustig finden! -.-
<Emil> jop… die ham alle nen kurzen. Hoffentlich lesen die das und weinen dann!
<Hans> ROFL jaman!! XD

Volltreffer! Wir sind wirklich alle Mangos. Erstaunlich, nicht wahr? Dass wir zufällig alle das gleiche Obst sind? Möglicherweise sogar vom gleichen Baum… und ich verrate euch gleich noch was: weder können Mangos weinen, noch haben sie einen Kurzen. Sie haben einfach gar keinen. Kurz: ihr habt versagt.

(Korrekturleser an Jan: du hast hier ein paar arg komplizierte Wörter verwendet; ich habe Wörter eingefügt, die die Jungs auch verstehen können…)

Trotzdem vielen Dank für den Versuch, uns irgendwie zu beeindrucken. Als Trostpflaster zeigen wir euch gerne, wie das mit dem Flamen richtig geht. Unser “Flamewars für Dummies”-Buch erscheint in Kürze; davon könnt ihr sicherlich eine Menge lernen (wir haben auch extra für euch ein Abschnitt eingebaut: “Mir ist das Buch zu kompliziert, wie steige ich zum Dummy auf?”). Oder ihr könnt euch einfach für eine der folgenden alternativen anderen Ideen entscheiden:

  1. ihr werdet kreativer. Muss ja keine effektive gute Beleidigung sein, wir wollen es ja nicht gleich zu schwer für euch machen. Lasst einfach alles aus eurem Kopf raus, was gerade drin… okay, vergesst diesen Vorschlag einfach sofort wieder. Sollte euch ja nicht schwerfallen.
  2. ihr macht so weiter wie jetzt, wir ignorieren eure weiteren Einsendungen. Wenn ihr scharf nachdenkt vegetiert, erkennt ihr vielleicht, dass ihr mit eurer Zeit Dinge anstellen könnt, die etwas sinnvoller sind, z.B. einer Scheibe Toast beim Schimmeln zugucken. Vielleicht könnt ihr vom Toast bei der Gelegenheit auch gleich noch was lernen eine Lebensmittelvergiftung kriegen.
  3. ihr macht stattdessen was richtig Sinnvolles. Zitate einschicken, die lustig sind; I wanna be the guy durchspielen (ihr habt ja sowieso kein Leben, das euch dabei im Weg sein könnte); eure Köpfe so lange gegen einen Spiegel hauen, bis ihr die Schädeldecke von innen sehen könnt (freie Sicht darauf dürfte ja kein Problem sein); ein schwarzes Loch besichtigen; bei Wikipedia nachschlagen, was das Wort “Freunde” bedeutet; zu Mehrzellern evolvieren… es gibt unglaublich viele Möglichkeiten.

Solltet ihr wider Erwarten irgendwas davon hinkriegen, schickt mir bitte unbedingt eine E-Mail! Für interessante Berichte über Wunder bin ich immer zu haben.

Eindeutig zweideutig

Samstag, 10. Januar 2009

Dieses Zitat hat es leider nicht auf die Seite geschafft:

<Schoschie> Man könnte grade sagen ‘ich wäre unrasiert’. Aber wenn man es schön ausdrücken will sagt man ‘mich gibt es momentan uncut’.^^

Ich musste aber trotzdem grinsen, als ich es eben in der Warteschlange gefunden habe. Warum? Weil Schoschie hier gerade ein Wort zum zweiten Mal erfunden hat. Wer im Englischen nicht bewandert genug ist, kann ja mal auf Forschungsreise im Internet gehen und schauen, was jemand meint, wenn er sich als cut oder uncut beschreibt… Tipp: mit Rasieren hat es nichts zu tun.

PS. nebenbei bemerkt: Kommentare hier im Blog sind keine Chatzitate. Auch der nächste, der Zitate aus dem GBO-Blog bei GBO einschickt, braucht nicht damit zu rechnen, dass sie freigeschaltet werden.

Wenn ein Baum umfällt und niemand zusieht…

Mittwoch, 7. Januar 2009

Man kann nicht komplett abstreiten, dass viele der Beschwerden, über die wir hier spotten könnten, durchaus einen gewissen Sinn mitbringen. Viele der Beschwerden, zu denen wir das entsprechende Zitat letztendlich nicht löschen, sind durchaus nachvollziehbar. Das ändert aber nichts daran, dass wir nicht vorhaben, alle auch nur ansatzweise kritisierbaren Zitate sofort zu entfernen. Wie gesagt: Humor geht fast immer auf Kosten irgendwelcher Leute, und daran können (und wollen) wir auch nichts ändern. Mit anderen Worten: wenn sich die Gelegenheit bietet, halten wir es durchaus für moralisch vertretbar, auch teilweise gerechtfertigten Beschwerden oder Einsendungen hier zu größerer Beliebtheit zu verhelfen.

Manchmal lösen sich Beschwerden aber auch einfach in Wohlgefallen auf, wenn man die Hintergründe kritisch betrachtet. Wir erhielten zum Beispiel gestern per E-Mail eine Beschwerde zu diesem Zitat. Im Einzelnen darauf eingegangen:

Hmm, ja, was sagt man jetzt dazu?

Zwei Typen; der eine benimmt sich wie ein Arsch, der andere findet‘s lustig.

Danke, damit hätten wir einen Großteil unseres Zitatbestands treffend zusammengefasst. Aber wo ist jetzt das Problem? Ah, da:

Man kann natürlich gleich mit Gegen-Zensur und Meinungsfreiheit argumentieren.Hier trifft aber, denke ich, eher die Menschenwürde zu, die man auch in Gefahr sehen kann, auch ohne die Hintergründe zu kennen.

Dass so subtile (da psychische) sexuelle Gewalt passiert, ist traurig; aber man muss dem Typen ja auch nicht noch eine Platform bieten.

Ja, richtig, hier geht’s auf den ersten Blick wieder mal auf Kosten irgendeiner Unbekannten, und ich für meinen Teil finde das zu gleichen Teilen lustig und traurig, deshalb kann ich die Beschwerde gut nachvollziehen. Insgesamt erfreut sich das Zitat bei unserer Leserschaft jedenfalls einer gewissen Beliebtheit, und darauf kommt es an. Da müsste der Inhalt wesentlich brisanter sein, damit wir das Zitat trotzdem wegmachen.

Bevor jetzt weitere Proteststürme losbrechen, möchte ich euch präventiv entgegenhalten: ist hier wirklich jemand zu Schaden gekommen? Die eigentliche Frage ist doch: kann die beschriebene Situation, rein logisch gesehen, überhaupt jemals passiert sein? Oder, anders formuliert: wie wahrscheinlich ist es, dass jemand, der offenbar soviel in irgendwelchen Chats rumhängt, dass er sogar auf GBO landet, überhaupt jemals die Gelegenheit hatte, irgendwas irgendwo reinzustecken? Ich dachte, wir wären alle hier, weil wir nichts Besseres mit unserer Zeit anzufangen wissen…